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Sarkome und Frequenztherapie

Was sind Sarkome?

Als Sarkome werden seltene bösartige Tumorerkrankungen bezeichnet, welche in Deutschland jährlich zirka 5.000 Patienten betreffen und damit fast ein Prozent aller Krebs-Neuerkrankungen ausmachen. Sie entstehen vornehmlich (etwa 85 Prozent aller Sarkome) im Weichgewebe wie im Muskel-, Fett und/oder Bindegewebe. Eher seltener können sie auch in den Knochen vorkommen (etwa 15 Prozent aller Sarkome). Sarkome umfassen etwa 100 verschiedene Unterformen, dessen Bestimmung äußerst wichtig für die Behandlung ist.

In welche Weichteil-Tumore werden Sarkome unterschieden?

Generell gibt es bei den Sarkomen die folgenden drei Formen von Weichteil-Tumoren:

  • gutartige und nicht aggressive Weichteil-Tumore: wie ein Liposarkom (gehört nach dem Histiozytom zum zweithäufigsten Weichteil-Sakrom), ein Fibrosakrom (entsteht aus Bindegewebszellen) oder Hämangiome sind örtlich begrenzte Tumore, welche nicht in anderes Gewebe hineinwachsen. Meist treten diese Art der Tumore an den Armen oder Beinen auf. In eher selteneren Fällen können sie auch den Bauchraum, das Becken, die Schulter- und/oder den Kopf-Hals-Bereich betreffen.
  • Intermediäre Weichteil-Tumore: wie aggressive Fibrosarkome (Desmoid-Tumore) wachsen direkt in das Nachbargewebe hinein. Jedoch bilden sie meist keine Metastasen an andere Körperstellen.
  • Bösartige Weichteil-Tumore (Sarkome): wie Liposakome oder Leiomyosarkome (bestehend aus glatten Muskelzellen), welche direkt in das Nachbargewebe hineinwachsen und auch Metastasen in entfernte Organe streuen können.

 

Typischerweise streuen Weichteil-Sarkome Tumorzellen vor allem über die Blutbahn und bilden häufig Metastasen in der Lunge, wohingegen in den Lymphknoten deutlich seltener Metastasen auftreten.

Als etwas spezialisierte Unterform der Weichteil-Sarkome gilt das Angiosarkom. Hierbei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, welcher oft in der Haut, der Leber, der Mamma oder der Milz vorkommt. Das Angiosarkom geht von den Lymphgefäßen (einem Lymphangiosarkom) oder den Endothelzellen der Blutgefäße (einem Hämangiosarkom) aus.

In welche Knochentumore werden Sarkome unterschieden?

Während Knochentumoren gut- oder bösartig sein können, sind Knochensarkome immer bösartig. Sie haben ihren Ursprung im Knorpelgewebe oder direkt im Knochen, womit sie sich von von Knochenmetastasen unterscheiden. Denn diese haben ihren Ursprungsort nicht in den Knochen, sondern in den anderen Organen. Die Tumorzellen haben dann Metastasen in die Knochen gestreut.

Zu den häufigsten Knochensarkomen gehört das Chondrosarkom (ein bösartiger Knochentumor), das Osteosarkom (der häufigste primäre bösartige Knochentumor) sowie das Ewing-Sarkom. Vor allem bei Kindern, Jugendlichen und/oder jungen Erwachsenen sind das Osteosarkom und das Ewing-Sarkom häufig vertreten, während diese beiden Knochensarkome bei Erwachsenen über 40 Jahre eher selten sind. Menschen ab dem 50. Lebensjahr erkranken wiederum überdurchschnittlich häufig an einem Chondrosarkom.

Eine eher spezifische Unterform des Knochen-Sarkoms bildet das Rhabdomyosarkom. Hierbei handelt es sich um ein Karzinom, welches vor allem in der Kindheit auftritt und aus embryonalen mesenchymalen Zellen entsteht. Diese Zellen können sich noch zu Skelettmuskelzellen ausbilden. Ein Rhabdomyosarkom kann an jeder Körperstelle entstehen und fast jede Art von Muskelgewebe aufweisen.

Durch welche Symptome können sich Sarkome äußern?

Sarkome verursachen meist keine typischen Beschwerden, weswegen sie häufig erst spät diagnostiziert werden. Als erstes Anzeichen tritt zunächst eine schmerzlose Schwellung oder ein Knoten auf. Dehnt sich die Schwellung, bzw. der Knoten aus, kann zusätzlich ein Spannungsgefühl an der betroffenen Hautstelle entstehen. Erst wenn das Sarkom Nerven verdrängt und/oder in Nervengewebe hineinwächst, können Schmerzen auftreten.

Handelt es sich um oberflächliche Sarkome, werden diese meist früher entdeckt als Sarkome, welche tiefer im Gewebe liegend oder sich im Brust- oder Bauchraum angesiedelt haben. Liegt ein Knochensarkom vor, kann es zu Gelenkschmerzen, einer Steifheit der Gelenke oder zu einem Knochenbruch kommen.

Wird eine Schwellung festgestellt, die auch nach mehr als vier Wochen noch nicht abgeklungen ist, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um die Schwellung medizinisch abklären zu lassen. Das gilt vor allem dann, wenn die Schwellung einen Durchmesser von 5 cm aufweist, an Größe zunimmt, (starke) Schmerzen verursacht und/oder unter der Haut zu liegen scheint. Sollten all diese Merkmale zutreffen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer bösartigen Tumorerkrankung.

Was sind die Ursachen für die Entstehung von Sarkomen?

Medizinern ist die genaue Ursache für die Entstehung von Sarkomen bislang noch unbekannt. Allerdings gelten folgende Faktoren als mögliche Risiken für die Ausbildung eines Sarkoms:

  • Seltene genetische Syndrome können die Entstehung von Sarkomen begünstigen.
  • Nach einer Strahlentherapie kann es an der bestrahlten Stelle zur Ausbildung eines Sarkoms kommen.
  • Bei der Entstehung eines Kaposi-Sarkoms kann ein bestimmter Typ des humanen Herpesvirus eine Rolle spielen.
  • Die Ausbildung von Sarkomen in der Leber steht vermutlich im Zusammenhang mit Vinylchlorid.
  • Umweltgifte und/oder der Kontakt mit bestimmten Chemikalien kann zu einem Sarkom führen.
  • Ein Risiko für ein Weichteil-Sarkom können chronische Entzündungen sein.

Wie verläuft eine Sarkom-Erkrankung?

Eine Sarkom-Erkrankung ist von verschiedenen Faktoren abhängig und verläuft daher immer ganz unterschiedlich. Neben der Frage, welche Unterart von Sarkom vorliegt, kommt es auch darauf an, ob die Tumorzellen bösartig sind, welche Größe das Sarkom bereits erreicht hat, wo das Sarkom liegt sowie ob das Sarkom schon Metastasen gebildet hat. All diese Faktoren entscheiden darüber, ob das Sarkom operativ entfernt werden kann.

Wie wird ein Sarkom diagnostiziert?

Da Sarkome eher selten vorkommen und viele verschiedene Formen annehmen können, ist die Diagnose nicht immer leicht. Allerdings ist die Feststellung der Sarkom-Unterform die Voraussetzung für eine optimale Behandlung. Ärzte werden zur Diagnosestellung erst die Anamnese des Patienten aufnehmen und anschließend eine gründliche körperliche Untersuchung durchführen. Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomografie (MRT) und/oder der Computertomografie (CT) kann der Arzt feststellen, wie weit sich der Tumor bereits ausgebreitet hat. Durch die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) und dessen feingewebliche Untersuchung erfolgt eine gesicherte Diagnose des Sarkoms.

Wie wird ein Sarkom behandelt?

Patienten, die den begründeten Verdacht eines Sarkoms haben oder deren Diagnose bereits gesichert ist, sollten in einem Zentrum vorstellig werden, das auf die Behandlung von Sarkomen spezialisiert ist. In diesem speziellen Sarkomzentrum arbeiten Experten der verschiedenen Fachbereiche Hand in Hand. Zur Einleitung der entsprechenden Therapiemaßnahmen muss zunächst die genaue Sarkom-Art festgestellt werden. Dazu muss den Ärzten bekannt sein, ob der Tumor örtlich begrenzt wächst, bereits in benachbartes Gewebe eingewachsen ist und ob er Metastasen gestreut hat. Aber auch der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten sowie dessen Alter spielen bei der Auswahl der Behandlung eine wichtige Rolle.

Behandlungsmethoden für Weichteil-Sarkome

Weichteil-Sarkome können prinzipiell durch eine Operation, eine Strahlen- oder Chemotherapie behandelt werden. Aber auch die Verabreichung von Medikamenten kann bei Weichteil-Sarkomen infrage kommen.

Handelt es sich um ein örtlich begrenztes Weichteil-Sarkom, kann dieses durch eine Operation möglichst vollständig entfernt werden. Sollte dies gelingen stehen die Heilungsaussichten äußerst positiv. Bei einigen Patienten kann es zudem notwendig sein vor der Durchführung der Operation eine Strahlen- und/oder Chemotherapie anzuordnen (neoadjuvante Behandlung). Sollte eine zusätzliche Behandlung nach der Operation, zum Beispiel in Form einer Nachbestrahlung notwendig sein, sprechen Mediziner hingegen von einer adjuvanten Therapie. Das soll das Risiko senken, dass es zu einer erneuten Tumorbildung kommt. In einigen Fällen kann es auch vorkommen, dass sowohl eine Vor- und Nachbehandlung angeordnet wird.

Behandlungsmethoden für Knochensarkome

Auch Knochensarkomen werden vor allem durch eine Operation, eine Strahlen- oder Chemotherapie behandelt. Ebenso können zielgerichtete Medikamente bei der Behandlung einzelner Knochensarkome Aussicht auf Heilung versprechen. Ähnlich wie bei einem Weichteil-Sarkom kommt es auch bei einem Knochensarkom auf die Sarkom-Art, die Lokalisation des Tumors und dessen Größe an. Aber auch die Frage, ob der Tumor bereits ins Nachbargewebe hineingewachsen ist und schon Tumore gebildet hat, spielt bei der Behandlungsmethode eine Rolle. Hinzu kommt der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten sowie dessen Alter.

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