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T-Zell-Lymphom

Was ist ein T-Zell-Lymphom?

Als T-Zell-Lymphom wird eine Erkrankung des lymphatischen Systems bezeichnet, welche als T-NHL abgekürzt wird. Das T-Zell-Lymphom gehört zu der Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome. Bei der Krankheit kommt es zu einer Ansammlung von bösartig veränderten T-Lymphozyten, den sogenannten T-Zellen, in den Lymphknoten, aber auch in der Leber, der Milz und im Knochenmark. In einigen Fällen können sich T-Lymphozyten auch in anderen Organen ausbilden. T-Lymphozyten zählen zu den weißen Blutzellen und wehren Krankheitserreger und Fremdstoffe ab. Ein T-Zell-Lymphom ist eine eher seltene Krankheit, die zumeist in einem höheren Alter auftritt, und mit einer bösartigen Veränderung eines einzelnen T-Lymphozyt beginnt, welcher sich dann im Laufe der Zeit vermehrt.

In welche Stadien wird ein T-Zell-Lymphom unterteilt?

Laut der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheiden Pathologen mehr als 20 Typen von T-NHL. Die T-Zell-Lymphome stellen hierbei die größte Untergruppe der T-NHL dar und treten überwiegend in den Lymphknoten auf. Sie werden auch als nodale T-Zell-Lymphome bezeichnet. Daneben gibt es auch die sogenannten reifen T-Zell-Leukämien. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von T-Zell-Lymphomen, die sich entweder überwiegend im Blut oder in verschiedenen Organen außerhalb der Lymphknoten manifestieren. Des Weiteren werden die sogenannten kutanen T-Zell-Lymphome unterschieden, die fast ausschließlich die Haut befallen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Lymphome des Subtyps der Mycosis fungoides. Es gibt auch T-Zell-Lymphome, die im Darm oder in der Leber entstehen. Sie werden als Enteropathie-assoziierten T-Zell-Lymphome, hepatosplendische T-Zell-Lymphome oder extranodalen NK-/T-Zell Lymphome genannt.

Durch welche Symptome macht sich ein T-Zell-Lymphom bemerkbar?

Bei einem T-Zell-Lymphom kann es zu der Ausbildung einer schmerzlosen Lymphknotenschwellung kommen. Diese ist durch das unkontrollierte Wachstum der T-Zellen zu erklären. Hiermit einhergehend können folgende eher unspezifische Symptome auftreten:

  • Fieber,
  • Nachtschweiß,
  • ungewollter Gewichtsverlust,
  • Abgeschlagenheit und/oder verminderte Leistungsfähigkeit,
  • Neigung zu schweren und/oder gehäuften Infekten

 
Die vergrößerten Lymphknoten können außerdem benachbarte Organe beeinträchtigen. Bei einem Befall des Knochenmarks kann Blutarmut sowie die Verringerung der weißen Blutzellen und/oder Blutplättchen die Folge sein. Bei knapp einem Drittel der Betroffenen sind die Organe außerhalb des Lymphsystems betroffen. Mediziner sprechen hierbei von einem extralymphatischer Befall. Es treten dann eher untypische Symptome für eine Lymphom-Erkrankung auf, was in einigen Fällen dazu führt, dass die Diagnose T-Zellen-Lymphom erst verzögert gestellt wird.

Wie wird ein T-Zellen-Lymphom diagnostiziert?

Ein T-Zellen-Lymphom wird durch eine Biopsie diagnostiziert. Hierbei wird eine Gewebeprobe, zum Beispiel eines Lymphknotens, entnommen und durch einen Pathologen untersucht. Zur Feststellung der Ausbreitung sowie des Tumorstadiums ist es weiterhin notwendig, weitere Untersuchungen vorzunehmen. Hierzu gehören die üblichen bildgebenden Verfahren einer Magnetresonanztomografie (MRT) sowie einer Computertomografie (CT), welche gegebenenfalls in Kombination mit einer Positronenemissionstomografie (PET/CT) von Hals, Brustkorb, Bauch sowie Becken durchgeführt werden kann.

Zur Überprüfung eines Knochenmarksbefalls ist in den meisten Fällen eine Knochenmarkpunktion notwendig. Klagt der Patient über neurologische Beschwerden, wird eine Probenentnahme aus dem Nervenwasser vorgenommen. Außerdem können umfangreiche Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um eine Aussage über die Krankheitsaktivität, aber auch mögliche Begleiterkrankungen frühzeitig feststellen zu können. Um die Funktion der Organe sicherzustellen, sollte beispielsweise ein EKG oder ein Ultraschall des Herzens durchgeführt werden. Auf Basis all dieser Untersuchungsergebnisse wird eine entsprechende Behandlung festgelegt. Diese kann hinsichtlich der Art, der Dauer und ihrer Intensität unterschiedlich ausfallen.

Wie wird ein T-Zellen-Lymphom behandelt?

Ein T-Zellen-Lymphom breitet sich rasch aus, weswegen nach der Diagnosestellung möglichst zeitnah mit der Therapie begonnen werden sollte. Die jeweilige Behandlungsform hängt immer vom Krankheitsstadium, aber auch den Krankheitsverlauf und weiteren Faktoren wie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Folgende Therapieformen sind dabei möglich:

  • medikamentöse Therapien: hierbei handelt es sich in der Regel um eine Chemotherapie, bei der gegebenenfalls auch mehreren Substanzen verabreicht werden können. Ärzte sprechen hierbei von einer Kombinationschemotherapie. Medikamentöse Therapien sollen die Entwicklung und die Vermehrung der schnell wachsenden Lymphomzellen unterbrechen und zum Absterben dieser beitragen.
  • Bestrahlung: In einigen Krankheitsfällen kann es nach der Chemotherapie sinnvoll sein, eine zusätzliche Bestrahlung durchzuführen.
  • Hochdosischemotherapie mit Stammzelltransplantation: hierbei handelt es sich um eine Chemotherapie in hochdosierter Form sowie einer autologen Blutstammzelltransplantation, bei der Blutstammzellen entnommen und anschließend wieder zurück ins Blut geleitet werden. Eine Hochdosischemotherapie mit Stammzelltransplantation kann je nach dem Alter des Betroffenen, dem jeweiligen Krankheitsstadium sowie der Art des T-Zell-Lymphoms sinnvoll eingesetzt werden.

Wie gestaltet sich die Nachsorge eines T-Zellen-Lymphoms?

Nach der durchgeführten Therapie sollte der Patient in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen wahrnehmen. In den ersten zwei Jahren nach der Behandlung sollte diese Nachsorgeuntersuchung im Abstand von drei Monaten durchgeführt werden. Nach dem dritten Jahr können die Kontrolluntersuchungen im Abstand aller sechs bis zwölf Monate durchgeführt werden.

Innerhalb der Nachsorgeuntersuchung wird der Arzt körperlich untersucht. Es wird im jedoch auch Blut abgenommen, um ein Differentialblutbild zu erstellen. Des Weiteren werden die Leber- und Nierenwerte sowie gegebenenfalls die Schilddrüsenwerte überprüft. Klagt der Patient über Beschwerden, können weitere Untersuchungen angestellt werden, wie beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie), eine Computertomografie (CT) und/oder eine PET/CT-Untersuchung. Liegen die entsprechenden Indikatoren vor, kann auch eine Spiegelung notwendig werden.

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