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Monomorphes Adenom

Was ist ein Monomorphes Adenom?

Bei dieser Art Adenom handelt es sich um einen gutartigen Ohrspeicheldrüsentumor. Dieser Tumor ist eher eine seltene Tumorart in der Kategorie der Speichelzelltumoren. Tumore im Bereich der Ohrspeicheldrüse, welche am Ohr paarweise angeordnet sind und hinter der Wange liegen, wachsen in der Regel nur sehr langsam und verursachen auch keinerlei Schmerzen. Doch als erste Anzeichen werden Schwellungen, teilweise Gesichtslähmungen und Schmerzen in der Umgebung der Ohrspeicheldrüse angegeben.

Besonders oft entwickeln sich solche Tumore nach einer abgeklungenen Speicheldrüsenentzündung. Zwar sind zu 80 % dieser Tumore gutartig, dennoch wird geraten, jeder der Ohrspeicheldrüsentumore entfernen zu lassen. Denn mit zunehmender Größe wird eine Operation immer schwieriger und ein zunächst gutartiger Tumor, der aber nicht behandelt wird, kann sich im Laufe kürzester Zeit zu einem bösartigen entwickeln.

Wie entsteht ein Monomorphes Adenom?

Die größten Speicheldrüsen des Menschen befinden sich hinter den Backenknochen, nämlich die Ohrspeicheldrüse. Ebenso in die Gruppe der Speicheldrüsentumore gehören auch die Unterkieferspeicheldrüsentumore und die Unterzungenspeicheldrüsentumore. Vor allem gelten als mögliche Ursache für die Entstehung von Ohrspeicheltumoren chronische Entzündungen der Drüsen, Speichelsteine, Bakterienbefall, aber auch chronischer Nikotinkonsum und Alkoholkonsum.

Durch welche Symptome äußert sich ein Monomorphes Adenoms?

Da der gutartige Ohrspeicheldrüsentumor meist sehr langsam am äußeren Lappen der Ohrspeicheldrüse wächst, ist er in den meisten Fällen als derber, nicht schmerzhafter, aber verschiebbarer Knoten sichtbar und fühlbar. Der Tumor befindet sich derweil in einer verschlossenen Kapsel. Manche Patienten klagen über Missempfindungen in der betroffenen Umgebung und auch über Mundtrockenheit. Ein weiteres Symptom kann auch die einseitige Lähmung des Gesichtsfeldes sein.

Wie wird ein Monomorphes Adenom diagnostiziert?

Bei der ersten Untersuchung wird die klinische Diagnostik durchgeführt, dabei tastet der Arzt die Schwellung ab, untersucht Mund und Nase sowie den Gehörgang. Damit die Beschaffenheit des Tumorgewebes ermittelt werden kann, ist eine Feinnadelbiopsie notwendig. Doch besteht der Verdacht auf ein gutartiges Monomorphes Adenoms, wird erst einmal keine Biopsie durchgeführt. Dadurch solle eine Aussaat der Tumorzellen vermieden werden. Zur bildgebenden Diagnostik wird eine Sonografie, ein CT und MRT durchgeführt. Dank dieser Untersuchungen bekommt der Arzt Aufschluss über die Art, die Lage und die Größe des Tumors.

Da jedes Monomorphes Adenoms, egal ob gutartig oder bösartig entfernt werden sollte, wird eine präoperative Untersuchung notwendig. Denn nur eine histologische Untersuchung am OP-Präparat kann Aufschluss geben, ob es sich um eine gutartige oder doch bösartige Veränderung handelt. Hierbei kann in vereinzelten Fällen eine Schnellschnittdiagnostik während der Operation hilfreich sein. Bei einer gutartigen Wucherung kann die zurückbleibende Hauteinsenkung während des Tumoreingriffs durch das Gewebe angrenzender Musekln aufgefüllt werden. Dies hat den großen Vorteil, dass keine weitere Operation notwendig sein muss. >/p> >h2>Wie wird ein Monomorphes Adenom diagnostiziert?>/h2> >p>Wie schon erwähnt müssen die Ohrspeicheldrüsentumore immer operativ entfernt werden, denn auch ein gutartiger kann sich mit der Zeit zu einem bösartigen verändern. Die Operation ist problematisch, denn durch die Ohrspeicheldrüse, welche aus einem Innenlappen und einem Außenlappen besteht, läuft der Gesichtsnerv. Dieser verzweigt sich und reicht bis in den Bereich des Gesichtes, welcher für die Mimik verantwortlich ist. Während der Operation darf dieser Nerv auf gar keinen Fall verletzt werden und das ist in vielen Fällen oft sehr schwierig, weil je nach der Lage des Tumors, unterschiedliche Gewebeareale entfernt werden müssen.>/p>

Subtotale Parotidektomie: Bei Tumoren, die im Innenlappen liegen oder auch zum Teil große Tumore, die den äußeren Anteil der Drüse betreffen, wird erst mal eine Entfernung des äußeren Drüsenanteils vorgenommen, danach wird der Teil der Ohrspeicheldrüse am inneren Lappen mit dem Tumor entfernt. Dieser Eingriff ist höchst kompliziert, denn hierbei muss der Gesichtsnerv freigelegt werden.

Totale Parotidektomie: Von dieser Therapie spricht man, wenn die gesamte Ohrspeicheldrüse mit dem Tumor entfernt werden muss.

Radikale Parotidektomie: In manchen Fällen lässt es sich nicht vermeiden, dass der Gesichtsnerv mit entfernt werden muss. In einer nachfolgenden Operation kann dieser größtenteils wieder hergestellt werden.

Neck Dissection: Sind Lymphknoten am Hals befallen, müssen auch diese entfernt werden. Bei einem bösartigen Tumor der Ohrspeicheldrüse kommt es nicht selten vor, dass zahlreiche Lymphknoten, bis zu 30, von Metastasen befallen sind.

Wie wird ein Monomorphes Adenom nachbehandelt?

Bei gutartigen Ohrspeicheldrüsentumoren sowie in den meisten Fällen eines bösartigen Tumors im Kindesalter und Jugendalter sind nach der Operation keine Behandlungsmaßnahmen mehr erforderlich. War es jedoch nicht möglich im Rahmen der Operation das gesamte Geschwulst zu entfernen, können Absiedlungen des Tumors sich in anderen Körperorganen angesiedelt haben, welche aggressive Tumorformen hervorrufen können. Daher ist es essenziell, dass eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie erfolgen.

Besonders hat sich die Strahlentherapie bei örtlich begrenzten Geschwulsten als äußerst wirksam bewährt. Gerade bei Kindern muss abgewogen werden, zwischen Nutzen und Folgen, denn in der Regel reagieren diese viel sensibler als Erwachsene auf eine Strahlentherapie. Ebenso treten viel häufiger Komplikationen wie eine Wachstumsstörung im Gesicht und eine Zweitkrebserkrankung auf. Demzufolge wird eher seltener eine Strahlentherapie durchgeführt. Wenn die Therapie jedoch nicht unumgänglich ist, dann wird die Strahlentherapie vornehmlich mit einer Chemotherapie kombiniert.

Welche Risiken birgt das Monomorphe Adenom?

Sollte der Gesichtsnerv während der notwendigen Operation verletzt werden und dies unbehandelt bleiben, hat das eine Gesichtslähmung zur Folge. Doch hierbei liegt das Risiko bei unter 1 %. Sollte Speichel in die noch offene Wunde des entfernten Speicheldrüsengewebes gelangen, kann dies zu der Bildung einer Speichelfistel führen, welche jedoch in den meisten Fällen spontan ausheilt.

Manche Betroffene berichten auch von einem Schwitzen während des Kauens. Die Ursache liegt darin, dass sich im Laufe von bis zu 3 Jahren nach dem Eingriff die feinen Nervenäste mit den Schweißdrüsen verbinden. Hierbei können jedoch spezielle Salben helfen, das Problem zu beheben. Nach der Entfernung eines gutartigen oder eines bösartigen Ohrspeicheldrüsentumors kann eine Delle zurückbleiben. Bei gutartigen Tumoren kann das fehlende Gewebe aus einem angrenzenden Muskel während der eigentlichen Operation eingebracht werden. Hierfür eignet sich der Kopfwendemuskel hervorragend. Sollte ein bösartiger Tumor vorliegen, liegt erst einmal das Hauptaugenmerk auf die Behandlung des Tumors, die kosmetischen Korrekturen werden erst später durchgeführt.

Wie steht die Prognose bei einem Monomorphen Adenom?

Kann der Tumor komplett entfernt werden, ist die Prognose sehr gut, denn nur in 5 % der Fälle tritt der Tumor erneut auf. Natürlich spielt hier auch der weitere Lebensstil eine große Rolle, wie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin.

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