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Morvan-Syndrom

Was ist das Morvan-Syndrom?

Unter dem Begriff Morvan-Syndrom fassen Ärzte eine eher seltene, jedoch lebensbedrohliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems zusammen. Die Krankheit geht einher mit einer schweren Schlaflosigkeit, einer Überstimulation der Nerven (Neuromyotonie), Erkrankungen des autonomen Nervensystems (Dysautonomie) sowie einer Schädigung von Gehirnfunktionen (Enzephalopathie).Oftmals weist das Morvan-Syndrom hinsichtlich seiner Symptome eine Ähnlichkeit mit der limbischen Enzephalitis (LE), Entzündungserscheinungen des zentralen Nervensystems auf.

Wie entsteht das Morvan-Syndrom

Ärzte gehen davon aus, das Morvan-Syndrom durch eine Autoimmunerkrankung oder im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung (paraneoplastisch) auftritt. Häufig entsteht das Morvan-Syndrom in Verbindung mit einem Tumor der Thymusdrüse (Thymom) oder mit den sogenannten CASPR2-Antikörpern.

Durch welche Symptome äußert sich das Morvan-Syndrom?

Patienten, die an dem Morvan-Syndrom erkrankt sind, klagen unter den folgenden Beschwerden:

  • Halluzinationen, Verwirrtheit bis hin zu einer Amnesie, räumliche und zeitliche Orientierungslosigkeit,
  • Muskelkontraktionen (Myoklonus),
  • Blutdruckschwankungen,
  • übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose),
  • schmerzhafte Muskelkrämpfe (Myokymie),
  • Hyperaktivität,
  • ungewollter Gewichtsverlust,
  • Juckreiz (Pruritus),
  • Fieber.

Wie wird das Morvan-Syndrom diagnostiziert?

Das Morvan-Syndrom ähnelt in seinen Symptomen der limbischen Enzephalitis (LE). Hierunter versteht man Entzündungserscheinungen des Zentralen Nervensystems. Um genau zu diagnostizieren, unter welcher Krankheit der Patient leidet, werden die unterschiedlichen Symptome miteinander verglichen. Während eine Amnesie und Krampfanfälle eher auf eine limbische Enzephalitis (LE) hindeuten, sind Hyperhidrose, Myokymie sowie Schlaflosigkeit Anzeichen für das Morvan-Syndrom.

Wie wird das Morvan-Syndrom behandelt?

Das Morvan-Syndrom wird häufig durch eine Plasmapherese, in einigen Fällen auch in Kombination mit Steroiden, behandelt. Unter einer Plasmapherese versteht man das technische Entnahmeverfahren von Blutplasma, welches den Juckreiz, mentale Störungen und das übermäßige Schwitzen bekämpfen soll. Nach längerer Durchführung der Behandlung kann durch den Plasmaaustausch auch eine Verbesserung des Muskelzuckens und der Schlaflosigkeit erzielt werden.

Zusätzlich zur Plasmapherese kann auch eine Thymektomie, d.h. die Entfernung der Thymusdrüse erfolgen und/oder die Einnahme von Azathioprin, einem Immunsuppressivum, verordnet werden. Bislang existiert für das Morvan-Syndrom keine kausale Therapie, d.h. ein Behandlungsansatz, der die Krankheitsursache bekämpft. Die Einnahme von Haloperidol kann bei psychomotorischen Unruhen und Halluzinationen helfen.

Wie steht die Prognose bei einem Morvan-Syndrom?

Bei 90 Prozent aller Patienten, die an einem Morvan-Syndrom erkrankt sind, heilt die Krankheit spontan ab, während sie bei jedem zehnten Erkrankten zum Tode führt.

 

 

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